Artikel mit dem Schlagwort ‘Geschäftsmodelle’

Interview mit Oliver Moser, Gründer von SPIELERKABINE.net

19. Dezember 2008

SPIELERKABINE.net ist eine Plattform für Sportler, auf der Amateur- und Jugendmannschaften aller Klassen ihre Kader und Spielberichte online präsentieren können. Seit Sommer 2007 ist das Sportportal online, mittlerweile arbeitet das Team hauptberuflich an http://www.spielerkabine.net.

netzkrise: Oliver, wie kam es dazu?

Oliver Moser: Wir arbeiten schon seit November 2006 an der Kabine – damals betrieben wir das als nebenberufliches Projekt und investierten viel Zeit in die Konzeption. Bei der Finanzierungssuche kamen uns deshalb auch andere zuvor, indem sie nur mit ihrer Idee Business Angel und VCs für sich gewinnen konnten, während wir aus eigener Kraft den ersten Prototypen entwickeln konnten. So waren wir dann nicht das einzige Sportportal auf dem Markt und bei der überschaubaren Anzahl an Investoren in Deutschland hatten wir zunächst Schwierigkeiten. Trotzdem sprachen wir mit vielen Business Angels, VCs und Corporate VCs, hauptsächlich Verlagshäusern. Wir führten tolle Gespräche und am Ende konnten wir mit dem Olympia Verlag, Herausgeber des kicker Sportmagazins, unseren Wunschpartner für uns gewinnen.

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Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand

30. November 2008

Der Artikel der WirtschaftsWoche mit dem Titel „Web 2.0: Der Wettlauf ums Überleben hat begonnen“ ist absolut lesenswert für alle, die das Thema Finanzkrise und deren Auswirkungen auf das Web 2.0 interessiert.

Als Schlagwort sei als erstes der „nukleare Winter“ genannt, den Internetpionier Marc Andreessen heraufziehen sieht. Andreessen, der Mitte der Neunzigerjahre den Internet-Browser Navigator entwickelte, sieht in der momentanen Situation Ähnlichkeiten zum Jahr 2000, als schließlich die Dotcom-Blase platzte und eine Vielzahl von Internet-Firmen bankrott gingen. Auch im Web2.0 ist ein Gründungshype zu beobachten - allein in den USA gibt es rund 400 soziale Netzwerke – weshalb damit gerechnet werden muss, dass diesem Hype angesichts der Finanzkrise ein natürlicher Dämpfer verpasst wird.

Als Hauptgründe für den „Dämpfer“ werden angeführt: Gekappte Werbe- und Technikbudgets, verängstigte Konsumenten, vorsichtig gewordene Wagnisfinanzierer und bebende Börsen. Wahrlich keine gute Kombination, um im Netzt langfristig Fuß zu fassen. Erst recht nicht, wenn das größte Problem der Web 2.0-Firmen weiterhin ungelöst bleibt: Wie kann im Web 2.0 Geld verdient werden? » weiterlesen

Tim O’Reilly sagt “Bereinigung” des Web 2.0 voraus

21. Oktober 2008

Tim O’Reilly sagte in einem Interview mit dem “Netzökonom” der FAZ, dass durch die Wirtschaftskrise viele Startups vom Markt verschwinden werden. Interessanterweise scheint er das nicht zu bedauern: O’Reilly erhofft sich, dass dadurch Geschäftsmodelle gefunden werden, die echte Probleme lösen und Geld verdienen. Die Konsolidierung sieht er als natürlichen Prozess, der durch die Krise lediglich verschärft wird.

Entgültig verabschieden solle man sich von Geschäftsmodellen, die ausschließlich auf Online-Werbung basieren. Das Problem dabei ist nämlich, dass es davon zu viele gibt, sprich: der Markt ist gesättigt. Für diejenigen, die eine problemlösende Geschäftsidee haben, ist laut O’Reilly jetzt “eine gute Zeit, ein Unternehmen zu starten und etwas Wichtiges zu machen.”