Prognosen
Investorensicht
“Wir sind nach wie vor optimistisch, was Internet-Investments angeht. Gute Ideen setzen sich auch in schlechten Zeiten durch. Dazu wächst der Internetmarkt insgesamt weiter.”
Oliver Samwer, EFF, zit. nach deutsche-startups.de, 11.11.2008.
“Verlage und große Big Player der Internetindustrie [sind] als potentielle strategische Partner für Exits noch aktiv [...]. Die Zeit der Börsengänge ist allerdings erst einmal vorbei. [...] Anders als 2001 ist das Vertrauen in Internetgeschäftsmodelle nicht per se erschüttert!”
Mark Miller, CatCap, zit. nach deutsche-startups.de, 11.11.2008.
“Wir erwarten keine wirklich interessanten Exits in 2009. Aber diese Einschätzung hat keine Auswirkung, da man als Investor (und Gründer) über die nahe Zukunft hinaus denken soll.”
Andreas Brinkrolf, Triburon Partners, zit. nach deutsche-startups.de, 11.11.2008.
“Wir schätzen die Chancen für Gewinn bringende Exits in naher Zukunft als hoch ein. [...] Da wir in der Frühphase investieren, rechnen wir mit einer Zeitdauer von 3-5 Jahren bis zum Exit. Aus Exitsicht glauben wir, dass die Finanzkrise bis dahin keine Auswirkung auf die Entwicklung der finanzierten Unternehmen hat.”
Alex von Frankenberg, High-Tech Gründerfonds, zit. nach deutsche-startups.de, 11.11.2008.
Gründersicht
“Im kommenden Jahr wird es deutlich selektivere Finanzierungen und niedrigere Bewertungen geben.” Alexander Artopé, smava, zit. nach deutsche-startups.de, 03.12.2008.
“Es wird zunehmend schwieriger, mit reinen werbefinanzierten Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein. Die Werbepreise werden in Kürze erheblich einbrechen.”
Michael Glöß, toksta, zit. nach deutsche-startups.de, 03.12.2008.
“Anders als in den USA hat es hier noch keine Kündigungswellen (z.B. Seesmic, Mahalo) gegeben und ich erwarte dies auch nicht zwingend.”
Malte Gösche, iliketotallyloveit, zit. nach deutsche-startups.de, 03.12.2008.
“Ich glaube nicht, dass wir es mit einer ähnlichen Situation wie im Jahr 2000 zu tun haben, sondern dass auch weiterhin investiert werden wird.”
Claudia Helmig, DaWanda, zit. nach deutsche-startups.de, 03.12.2008.
“Werbebasierte Geschäftsmodelle sind nicht generell gefährdet. Auch wenn die Aussichten für 2009 etwas gedämpfter sind, so ist Online-Werbung auf Dauer zweifellos vielversprechend; in allen anderen Bereichen brechen die Werbeeinnahmen ein.”
Oliver Moser, SPIELERKABINE.net, zit, nach netzkrise, 19.12.2008.
Sonstige Expertensicht
“Viele Start-ups werden vom Markt verschwinden, weil Online-Werbung ein schlechtes Geschäftsmodell ist.”
Tim O’Reilly, zit, nach Netzökonom, 21.10.2008.
„Von den rund 500 deutschen Web-2.0- Seiten wird jede zweite wegen der bevorstehenden Konsolidierung das nächste Jahr nicht überstehen.“
Sten Franke, Geschäftsführer des Hamburger Marketingunternehmens ethority, zit. nach zeit.de, 08.12.2008
“Krisenzeiten sind [...] geeignet, Bestehendes in Frage zu stellen. Dies bietet Chancen für Innovationen bei Geschäftsmodellen.”
Oliver Bücken, UnternehmerTUM, Kolumnist bei förderland, 17.12.2008.
“Die Gründerszene bleibt vom Abschwung verschont. Investoren orientieren sich wieder vermehrt hin zur real economy. Produkt- und Verfahrensideen [...] und fokussierte Dienstleistungsideen werden auch in den nächsten Monaten sehr gefragt sein.”
Werner Arndt, MBPW, Kolumnist bei förderland, 17.12.2008.
“2009 wird wie es aussieht kein gutes Jahr. Das Problem: Verbraucher und Unternehmen halten in der Konjunkturkrise ihr Geld zusammen. [...] Das Marktforschungsunternehmen IDC erwartet, dass sich das Wachstum der IT-Ausgaben halbiert. In konkreten Zahlen: Dem Markt würden dadurch 35 Milliarden Dollar entzogen.” Andrej Sokolow, dpa, zit. nach netzzeitung.de, 18.12.2008.
““Bootstrapping”, also die Firmengründung nur mit eigenen Mitteln und vielleicht etwas Geld von Familie und Freunden, wird zur neuen Welle unter Startup-Gründern. Teures VC-Geld wird von Internet-Startups weniger gebraucht werden.” Andreas Göldi, netzwertig.com, 29.12.2008.
“Der globale Wirtschaftsabschwung wird 2009 die Entwicklung des Webs bestimmen - mit negativen und positiven Auswirkungen. [...] Die lange fällige Konsolidierung im Web 2.0 wird endlich eintreten. Allerdings könnte dieser Bereinigung auch manch ein populäres, aber unrentables Onlineangebot zum Opfer fallen.”
Martin Weigert, netzwertig.com, 30.12.2008.
“Die Zahl an neuen Startups und Webprojekten [wird] nicht zurückgehen. Eher dürfte, was viele überraschen wird, die Zahl noch höher gehen.” Marcel Weiß, netzwertig.com, 30.12.2008.
“2009 wird es zu einer Konsolidierung kommen und damit zu einem Kampf, auf welcher Plattform sich die User als ‘digitale Heimat’ niederlassen. Heißester Kandidat dafür ist Facebook, aber für das Öfosystem Web wäre es besser, wenn es eine offene Lösung gebe.” Markus Spath, netzwertig.com, 30.12.2008.
“Der Onlinewerbemarkt wächst 2009 weiter. Selbst im bereits von der Krise geprägten vierten Quartal wuchs der Netto-Werbeumsatz noch um 1,4 Prozent – nach einem Wachstum von 44,4 Prozent in den ersten drei Quartalen.” Marcel Weiß, netzwertig.com, 31.12.2008.
“Online-Werbung: Der Boom ist erst einmal vorbei. [...] Wenn überhaupt wird das Wachstum der Online-Werbung sehr gering ausfallen, vielleicht irgendwo zwischen 0 und 5 Prozent liegen. [...] Es wird einen Wettlauf um die beste Technik zur Erhöhung der Effizienz der Online-Werbung geben.”
Holger Schmidt, netzökonom, 31.12.2008.
“Die große Übernahmewelle: Finanzstarke und entschlussfreudige Unternehmen kaufen sich für kleines Geld echte Perlen.” Holger Schmidt, netzökonom, 31.12.2008.
“Wir nehmen die zuvor geäußerte Prognose für 2009 [Wachstum von 1,5 Prozent] zurück. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die High-Tech-Industrie drücken in einigen Marktsegmenten die Umsatzerwartungen nach unten.”
Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer, zit. nach ZDF, 08.01.2009.
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