27. Dezember 2008
„Die Web-2.0-Blase platzt“, titelt die taz provokant. Begründet wird dies durch die entstehenden Schwierigkeiten der Web 2.0-Firmen auf dem Weg zum Exit. Exit heißt, dass ein Jungunternehmen entweder an die Börse geht, um neues Kapital zu erhalten oder von einem größeren Unternehmen gekauft wird. Da ersteres seit der Dotcom-Blase 2000 immer schwieriger geworden ist, bleibt quasi nur noch die Aussicht auf Verkauf. Doch genau hier liegt das Problem: Auch die großen Unternehmen geraten angesichts der Finanzkrise in Schwierigkeiten, müssen Einbrüche der Aktienkurse verkraften und Mitarbeiter entlassen. Bei Yahoo werden 10 Prozent der Beschäftigten entlassen, Google streicht das Weihnachtsgeld. Da liegt es auf der Hand, dass zukünftig kaum noch Geld für risikobehaftete Startups locker gemacht wird.
Tags: Exit, Google, Kündigungen, Web-2.0-Blase
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19. Dezember 2008
SPIELERKABINE.net ist eine Plattform für Sportler, auf der Amateur- und Jugendmannschaften aller Klassen ihre Kader und Spielberichte online präsentieren können. Seit Sommer 2007 ist das Sportportal online, mittlerweile arbeitet das Team hauptberuflich an http://www.spielerkabine.net.
netzkrise: Oliver, wie kam es dazu?

Oliver Moser: Wir arbeiten schon seit November 2006 an der Kabine – damals betrieben wir das als nebenberufliches Projekt und investierten viel Zeit in die Konzeption. Bei der Finanzierungssuche kamen uns deshalb auch andere zuvor, indem sie nur mit ihrer Idee Business Angel und VCs für sich gewinnen konnten, während wir aus eigener Kraft den ersten Prototypen entwickeln konnten. So waren wir dann nicht das einzige Sportportal auf dem Markt und bei der überschaubaren Anzahl an Investoren in Deutschland hatten wir zunächst Schwierigkeiten. Trotzdem sprachen wir mit vielen Business Angels, VCs und Corporate VCs, hauptsächlich Verlagshäusern. Wir führten tolle Gespräche und am Ende konnten wir mit dem Olympia Verlag, Herausgeber des kicker Sportmagazins, unseren Wunschpartner für uns gewinnen.
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Tags: Bereinigung, Finanzierung, Geschäftsmodelle, Spielerkabine.net, Startup
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19. Dezember 2008
Mit dem Artikel “Das «Web 2.0» im Überlebenstest” beschreibt die netzeitung die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Web 2.0, die kleinen Startups und auch auf die gesamte IT-Branche. Der Satz “get real or go home” vom Risikokapitalgeber Sequoia Capital zeigt deutlich die Haltung der VCs .
Bei Sony fallen 16.000 und beim US-Telekomriesen AT&T 12.000 Stellen weg. Der US-amerikanische IT-Weblog TechCrunch dokumentiert im sog. “Layoff Tracker” den Stellenrückgang; kürzlich wurde die Marke von 100.000 Kündigungen erreicht, die von mehr als 300 Unternehmen getätigt werden.
Das lässt auch die Risikokapitalgeber nicht unberührt. Sie sehen den Exit in immer weitere Ferne rücken und fordern die Startups, die sie finanzieren, zum Kostensparen auf. Bei einem Startup bedeuten Mitarbeiterkündigungen jedoch schnell eine Halbierung des Teams. Wie viele Internet-Startups in der Rezession untergehen, weiß derzeit niemand.
Tags: Kündigungen, Marktprognose, Risikokapital, Startups
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16. Dezember 2008

Die Marktforscher emarketer.com berichten, dass die Umsätze von Facebook, MySpace usw. im nächsten Jahr nicht wachsen werden wie erwartet. Als Grund wird die Wirtschaftskrise genannt, die Werbetreibende bewegt in etablierte Werbeformen wie das Suchmaschinenmarketing zu investieren.
Tags: Facebook, MySpace, soziale Netzwerke, Umsatzerwartungen
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15. Dezember 2008
DieNew York Times schreibt heute, dass Accel Partners, die u.a. schon an Facebook und Macromedia beteiligt waren, in sehr kurzer Zeit einen Fonds über eine Milliarde US-Dollar aufgesetzt haben. Dies ist zur jetztigen Situation im Web 2.0 sehr überraschend, da die meisten VCs Probleme haben überhaupt ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Tags: Facebook, Fonds, Rezession
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11. Dezember 2008
Als Grund für das Startup-Sterben sieht Die Zeit, dass die Businesspläne vieler Jungunternehmen vor allem auf Werbeeinnahmen basieren, die von der Finanz- und Wirtschaftskrise infrage gestellt werden.
„Von den rund 500 deutschen Web-2.0- Seiten wird jede zweite wegen der bevorstehenden Konsolidierung das nächste Jahr nicht überstehen“ meint Sten Franke, Geschäftsführer des Hamburger Marketingunternehmens ethority in dem Artikel “Werbekrise: Neue Eiszeit im Web 2.0″. Verschont bleiben jedoch die Social-Media Anbieter, die über eine zahlende Mitgliedschaft verfügen. Neben Dating- und Partnersuchseiten gehören dazu vor allem Dienste wie das Karrierenetzwerk Xing, die neben dem kostenlosen Basisdienst einen Premium-Dienst anbieten. Solange die großen sozialen Netzwerke ihre Dienste gratis zur Verfügung stellen, lassen sich jedoch bezahlpflichtige Angebote nur schwer durchsetzen.
Tags: soziale Netzwerke, Venture Capital, Xing
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8. Dezember 2008
Auf netzwertig.com schießt Andreas Göldi quer, indem er entgegen scheinbar allem Logischen dafür plädiert, jetzt ein Startup zu gründen. Neben den vielen Pessimisten, die die Finanzkrise auf den Plan ruft, führt Göldi prominente Vorbilder an, um anhand dieser Best Practices zu beweisen, dass antizyklisches Handeln goldwert sein kann. Anschließend führt er 6 Gründe auf, die seine These untermauern. » weiterlesen
Tags: Chancen, Krise, Rezession, Startups
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3. Dezember 2008
Angesichts der aktuellen Finanzkrise bat deutsche-startups.de Gründer und Geschäftsführer ausgewählter Startups um eine Einschätzung der Folgen derselben. Deutsche-startups.de fragte:
“Wie schätzen Sie die derzeitige Finanzsituation für junge Startups ein und welche betriebswirtschaftlichen Konsequenzen, auch hinsichtlich möglicher Finanzierungsrunden, ergeben sich für Ihr Unternehmen bzw. für junge Gründer daraus?” » weiterlesen
Tags: Auswirkungen der Krise auf Startups, Finanzierung, Kostensenkung, Kündigungen, Startup-Sterben
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30. November 2008
Der Artikel der WirtschaftsWoche mit dem Titel „Web 2.0: Der Wettlauf ums Überleben hat begonnen“ ist absolut lesenswert für alle, die das Thema Finanzkrise und deren Auswirkungen auf das Web 2.0 interessiert.
Als Schlagwort sei als erstes der „nukleare Winter“ genannt, den Internetpionier Marc Andreessen heraufziehen sieht. Andreessen, der Mitte der Neunzigerjahre den Internet-Browser Navigator entwickelte, sieht in der momentanen Situation Ähnlichkeiten zum Jahr 2000, als schließlich die Dotcom-Blase platzte und eine Vielzahl von Internet-Firmen bankrott gingen. Auch im Web2.0 ist ein Gründungshype zu beobachten - allein in den USA gibt es rund 400 soziale Netzwerke – weshalb damit gerechnet werden muss, dass diesem Hype angesichts der Finanzkrise ein natürlicher Dämpfer verpasst wird.
Als Hauptgründe für den „Dämpfer“ werden angeführt: Gekappte Werbe- und Technikbudgets, verängstigte Konsumenten, vorsichtig gewordene Wagnisfinanzierer und bebende Börsen. Wahrlich keine gute Kombination, um im Netzt langfristig Fuß zu fassen. Erst recht nicht, wenn das größte Problem der Web 2.0-Firmen weiterhin ungelöst bleibt: Wie kann im Web 2.0 Geld verdient werden? » weiterlesen
Tags: Freemium-Modell, Geschäftsmodelle
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29. November 2008
Eine Befragung der WirtschaftsWoche gibt Klarheit über die aktuelle Stimmung in der Internetbranche: Von 151 befragten jungen deutschen Internetunternehmen geben mehr als die Hälfte an, um ihre Existenz zu fürchten. » weiterlesen
Tags: Existenzangst, Finanzkrise, Internetbranche, Kostensenkung
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