(Wie) wirkt sich die Finanzkrise auf die Internet- branche aus?
29. November 2008Eine Befragung der WirtschaftsWoche gibt Klarheit über die aktuelle Stimmung in der Internetbranche: Von 151 befragten jungen deutschen Internetunternehmen geben mehr als die Hälfte an, um ihre Existenz zu fürchten.
Interessanterweise kommen diese Stimmen vor allem aus Unternehmen, deren Geschäftsmodell ausschließlich auf Werbeerlösen basiert. Kein Wunder – kürzen doch momentan immer mehr potentielle Werbekunden ihr Werbebudget.
Diejenigen, die sich vorab um weitere Finanzierungsstandbeine bemüht haben, scheinen angesichts der Finanzkrise weit weniger nervös. Bleibt nur zu hoffen, dass das Nutzungsverhalten der Konsumenten im Kontext der Finanzkrise sich nicht zu Ungunsten der Internetunternehmen verändert.
Wege aus der Krise
Um die Krise als junges Internetunternehmen meistern zu können, werden in der Befragung der WirtschaftsWoche unterschiedliche Maßnahmen genannt:
- Kostensenkung
- Personalabbau
- Vorgezogene Suche nach Risikokapitalgebern
- Zusammenschluss mit anderen Unternehmen
Dass nur zehn Prozent bezweifeln, für das eigene Unternehmen einen Investor zu finden, spricht für die Charaktereigenschaften von Gründern: die Hoffnung aufzugeben ist in Zeiten wie diesen zwar naheliegender als sonst, bedeutet jedoch gleichzeitig die eigene Rekapitulation. Daher liegt es auf der Hand, dass sich die meisten Gründer optimistisch geben.
Festzuhalten ist, dass die Finanzkrise letztendlich jedes Internetunternehmen tangiert bzw. tangieren wird – das Ausmaß des Einflusses sowie die Konsequenzen variieren jedoch deutlich.
Tags: Existenzangst, Finanzkrise, Internetbranche, Kostensenkung
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